Hallo!

Ich bin kein fan von bunten oder gar bedruckten bunten Oberteilen. Auch finde ich es seltsam, dass erwachsene Frauen plötzlich in für Kinder konzipierten Stoffen herumlaufen. Ja, ich finde Biene Maja und Wickie auch toll, und habe nichts gegen lustige Stoffe mit Waldbewohnern, aber da gilt: Weniger ist mehr. Als meine beiden Söhne klein waren, da gab es gar nicht so wunderbare Kinderstoffe, ich bin ganz begeistert über die Auswahl. Und dass die beiden klein waren, ist noch nicht lange her.  Meine Kinder würden mich auslachen, wenn ich nun  plötzlich in einem mit niedlichen Dinosauriern bedrucktem Rock ankäme oder ein lustiges buntes Irgendwas mit Bommeln und Zackenlitze anhätte. Nicht dass ich Kreativität  nicht würdige, aber manches, was man im www so sieht, schiesst doch über das Ziel hinaus.  Denn es gibt auch noch so etwas wie (m)ein Stilgefühl. Also wenn diese Dinge, dann nur ein kleines bisschen. Auch wenn ich mit diesem statement den Unmut der nähwütigen Bloggergemeinde auf mich ziehe, bitte, vieles kann man wunderbar einem Kindergartenkind anziehen, oder aber einem Schulkind oder aber in die Tonne kloppen. Ich nähe übrigens viel für die Tonne. Oder verschenke die Sachen. Denn wenn das Teil fertig ist, und man es an sich sieht, erst dann kann man beurteilen, ob das Teil auch gut (für einen) ist.

So näht man eigentlich immer eine Vorprobe, um den Schnitt zu testen. Das sollte in der Regel aus einem gleichwertigen Material geschehen. Aber das habe ich schon im Studium gehasst, ich finde das zu teuer und dazu bin ich meist zu faul . Manchmal allerdings muss das sein. Ich mache meine Vorproben immer aus einem schönen Stoff, denn womöglich ist das Teil ja gleich ok, und dann wird die Vorprobe zum schönen Teil. Genau genommen nähe ich also keine Vorproben, sondern lieber für die Tonne als Stoff zu verschwenden.

Jetzt zu den bunten Oberteilen. Ich habe keine Blusen, ich hasse Blusen und werde wahrscheinlich nie welche haben. Bei anderen finde ich die toll, an mir selbst mag ich sie nicht. So besitze ich sehr viele jersey-Oberteile, die meisten sind schwarz. Ich habe noch ein rotes und ein pinkes shirt, aber das wars. Ach doch, ein graues sweatshirt habe ich noch. Nun habe ich mich eines Stoffes von Hamburger Liebe, den ich unbedingt haben musst, und der nun schon eine Weile in meinem Depot darauf wartet, zerschnitten zu werden, erbarmt und daraus eine Vorprobe/fertiges Teil genäht.

Hier ist mein hoodie, in bunt ! Der Saum war so ich geplant, aber mir war das Teil zu kurz, und das ist eher eine Notlösung. Dafür habe ich auf eine Tasche verzichtet. Ihr wisst ja, weniger ist mehr. Und das Teil hat so gerade genug.

hoodierot

Irgendwie ist meine Vorprobe nun wieder ein fertiges Teil geworden. Wie kommts ? Ich mag es, es ist gut gelungen. Es passt gut zu meiner Lieblingsjeans, und morgen werde ich es einweihen, dann gibt es auch ein Komplettfoto und ihr könnt beurteilen, ob ich das Teil behalten soll oder ….

Bis dahin, ciao,

Claudia

 

2 Comments on Hoodie in bunt

  1. Liebe Claudia,
    ich finde, das Shirt ist dir sehr gut gelungen! Es ist aufgeregt unaufgeregt, würde ich behaupten. Bunt ist toll, aber es darf nicht zu viel werden. Wie viele Teile ich schon aussortiert habe, weil ich den Stoff zwar toll, für mich aber dann doch zu kindlich fand….
    Ich würde mich über einen Gegenbesuche freuen.
    Varmt knus,
    Melina

  2. Wie recht du hast, wie recht du doch hast!! Da bin ich mit dir einer Meinung. Auch was die Vorproben angeht… die werden bei mir auch meistens ganz gerne getragen. Und wenn sie nix geworden ist die Vorprobe, wandert auch der Schnitt in die Tonne. Eine zweite Chance – sehr sehr selten :-).
    Liebe Grüße
    Veornika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*